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Zahnarztpraxis Martin Schaller, Plauen, Zahnbehandlung, Implantate, Prophylaxe

Zahnarztpraxis Martin Schaller in Plauen

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Advent, Advent, ein Lichtlein flackert!

Kolumne   /   15 Januar 2020 8:30   /   0 KOMMENTARE
Die Weihnachtszeit ist vorbei, aber traditionsgemäß steht bei uns der Weihnachtsbaum noch bis Ende Januar. Wie viele andere, haben wir die verkabelte Lichterkette durch LED-Kerzen (mit Fernbedienung) ersetzt und unsere Tanne knotenfrei geschmückt. Ich gebe zu, dass diese Investition den Vormittag des Heiligen Abends sehr entspannt hat. Keine Limitation durch die Kabellänge! Die 3 LED-Sets können frei platziert werden.
Nun gibt es nichts Schöneres, als sich am dunklen Abend auf dem Sofa zu trapieren (angezogen) und die Fernbedienung zu zücken wie einen Revolver, um die Baumbeläuchtung anzuschalten. Kaum den Knopf gedrückt, sieht man ...
... die erste Kerze flackern. Die Anleitung weist auf das Nachlassen der Batterie-/Akku-Ladung hin.
Nein, ich kritisiere jetzt nicht den Umstieg auf die Elektromobilität mit den bekannte Problemen der Akkumulatoren. Man muss sich nur gemäß der Komplemente Yin und Yang der Vor- und Nachteile bewusst sein!
Derzeit agieren unsere Umwelt-Pioniere auf drei Ebenen.
  1. Demonstrationen
  2. Politische Treibjagd
  3. Juristische Mittel
Demonstrationen sind ein demokratisches Mittel, Interessen zu bekunden. Man muss sie nur anmelden, was einigen Landwirten in Mecklenburg-Vorpommern jetzt zum Verhängnis wird, wie der Nordkurier berichtet.
Die politische Treibjagd ist eine neue und sehr interessante Methode. Die derzeitige Verteilung der Wählerstimmen führt zu schwierigen Konstellationen, bei denen mitunter selbst eine Koalition aus 3 Parteien nur als Minderheitenregierung tätig werden kann (Thüringen). Die Zeiten der großen Volksparteien scheinen vorbei zu sein. Neben den LINKEN gibt es nun mit der AfD ein zweites Stiefkind, das ordentlich Wähler hinter sich vereint, keiner aber so richtig mit ihnen koalieren möchte. CDU und SPD haben die Bürgerinnen und Bürger in den letzten Jahren derartig sediert, dass zu befürchten ist, die Mehrheit könnte die nächste Bundestagswahl verpassen. Die Parteien suchen jetzt ihr Profil und gleichermaßen ihre Wähler. Jeder muss im Revier des Anderen wildern und alle Themen besetzen. Hier schlägt die Stunde der Umwelt-Ideologie. Genial einfach verkauft man die Verpflichtung als Chance und wirft die verschiedensten Projekte zur Klimarettung in die Runde, nach der sich nun alle reißen, wie die Wölfe nach dem Fleisch. Wer es nicht tut, "den bestraft das Leben". Früher konnte man noch lapidar mit der Finanzierungslücke als Argument kontern. So leicht kommt man heutzutage nicht mehr heraus. Für jede Forderung muss sich artig bedankt und die Umsetzung derselbigen sollte zumindest in Aussicht gestellt werden.
Jetzt gehen die Umwelt-Aktivisten noch weiter. Nach dem Prinzip "Wer Messer herstellt, ist ein Mörder!" verlangen "Fridays for Future" von Siemens, auf die Lieferung der Signalanlagen für das Kohlebergwerk in Australien zu verzichten. Man greift also Unternehmensstrategien an. Josef Kaeser war hier in seiner Position nicht zu beneiden. Egal wie er sich entscheidet, danach ist nichts mehr wie es war. Geschickt war natürlich die Rochade mit dem angebotenen Aufsichtsratsposten. Vorwärts brachte ihn das aber nicht. Zu erwarten, aber nicht selbstverständlich, war seine Entscheidung, an den Verträgen festzuhalten. Auch hat er signalisiert, dass es in Unternehmen ein Umweltbewusstsein geben muss und wird. Jede Firma muss sich natürlich über die Verwendung der gelieferten Produkte im Klaren sein. Es wird sich zeigen, ob er es Ernst meint!
In Demokratien steht einem immer der Rechtsweg offen. Dies wird zunehmend auch genutzt. Ein peruanischer Bauer verklagt RWE, ein Imker aus Portugal, Hoteliers aus Deutschland und weitere ziehen vor das Gericht der EU. Der Tenor ist, dass Grundrechte in Gefahr sind und der Klimawandel die Existenz bedroht.
Im September des letzen Jahres haben Jugendliche aus 12 Länder unter Berufung auf die UN-Kinderrechtskonvention Beschwerde bei den Vereinten Nationen eingereicht. Es ist zwar unwichtig, aber sie werden dabei von der Umweltorganisation Earthjustice und einer internationalen Anwaltskanzlei unterstützt. Die Beschwerde, die sich auf die 5 Länder Argentinien, Brasilien, Deutschland, Frankreich und die Türkei bezieht, richtet sich nicht an die USA und China, da diese die Konvention nicht unterzeichnet haben. Das ist schon kurios. Gerade diejenigen, die sich zu ihrer Verpflichtung bekennen, werden angeprangert.
Bei allen juristischen Auseinandersetzungen geht es darum, dass der Klimawandel die Grundrechte verletzt und die Kläger ein Recht auf Klimaschutz einfordern. Von wem kann man die Verhinderung des Klimawandels verlangen? Von der Politik, den Konzernen, dem Ofensetzer, der Wärmeversorgung oder dem Einzelhandel. Wird der Verkauf fossiler Brennstoffe bald verboten.

Ideologien bringen die Gefahr mit sich, nicht immer zwingend logisch zu sein und ihre Toleranz hält sich in Grenzen. Wir alle wissen, dass wir der einzigen Erde, die wir haben, schon viel Schmerz zugefügt haben. Es muss sich in allen Bereichen ein Umweltbewusstsein entwickeln. Jeder muss sich fragen, was er der Erde zumutet und wie er es verhindern kann! Die zunehmende Aggressivität der Klimaaktivisten und die Machtlosigkeit der Politik werden die Erde nicht retten.
Der Klimawandel ist nicht monokausal. Das Thema ist sehr komplex und dessen Lösung nicht einfach. Wer glaubt, das Patentrezept parat zu haben, ist per se schon verdächtig.
In demokratischen Ländern ist der Parlamentarismus bewusst träge. Schnellschüsse sind nicht möglich und auch nicht gewollt. Wem die Klimarettung zu lange dauert, der muss das System unterwandern. Hier muss man aber wissen, was man tut.
Warnten nicht einst Ärzte vor dem "Delirium furiosum" bei der Benutzung der Eisenbahn, ist sie jetzt, nach Elektrifizierung, wohl das umweltfreundlichste Transportmittel.
Fordern ist infantil, destruieren ist juvenil und konstruieren ist adult. Lasst uns die Welt retten! Aber nicht mit wildem Aktionismus!
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